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107. Deutscher Wandertag in Saarlouis (5.8.07)

Noch einmal die Gelegenheit nutzen um beim Deutschen Wandertag in der Nähe dabei zu sein, so fuhren wir frühmorgens Richtung Saarlouis.

Vom zugewiesenen Parkplatz aus spazierten wir bei schönem Sommerwetter durch Grünanlagen am Saaraltarm entlang, vorbei an der Vauban-Insel, Richtung Stadtmitte zum „Großer Markt“. Viele Wanderfreunde aus ganz Deutschland tummelten sich auf dem Festplatz in Erwartung der kommenden Ereignisse. Ein freudiges Hallo gab es, sah man alte Bekannte wieder. Die Infostände der verschiedenen Wanderverbände boten vielfältiges Informationsmaterial an. Es gab viele Stände mit Erfrischungen und Speisen auf dem Festplatz. Auch in einer der Gaststätten in den Kasematten konnte man sich erfrischen und stärken. Dieses Jahr hatten sich die Organisatoren etwas besonderes einfallen lassen, was dem Umzug eine gewisse Attraktivität und Besonderheit gab. Beim Festzug sollten sich die Zug-Teilnehmer über eine lange Strecke begegnen. So wurde der Zug in etwa zwei gleich lange Gruppen formiert, die sich im Zentrum der Stadt entgegen kamen. Jung und Alt präsentierten sich mit Trachten, Fahnen, Musik, Tanz und Themenwagen in einer tollen Art.

Voll der vielen Eindrücken ging es nach dem Umzug wieder nach Hause.

Ein großes Kompliment den Ausrichtern für den gut organisierten Festumzug.

Saarlouis

Mit dem Frieden von Nimwegen 1679 fällt Lothringen an Frankreich. Ein Jahr später lässt der französische König Ludwig XIV. (franz. Louis XIV) Saarlouis zum Schutz der neuen Ostgrenze errichten. Baumeister Sébastien le Prestre de Vauban* legt die Festungsstadt symmetrisch in Sternform mit sechs Bastionen, die zur Aufstellung von Kanonen dienten, an.

1683 verleiht Louis XIV der Stadt bei einem Besuch das Stadtwappen. 1697 erlangt Lothringen seine Souveränität zurück, Saarlouis bleibt jedoch französische Exklave. Im Zuge der französischen Revolution wird die Stadt in Sarre-Libre umbenannt, was 1810 wieder rückgängig gemacht wird. 1815, im Frieden von Paris, verliert Frankreich das Saargebiet, Saarlouis wird preußisch. Die Preußen bauten die von den Franzosen errichteten Festungswerke weiter aus und legten unter anderem die Kasematten an. Die ehemalige Festung der Stadt bestimmt auch heute noch den sechseckigen Grundriss der Innenstadt. Neben den Bauwerken von Vauban finden sich auch noch einige Anlagen aus dem 19. Jahrhundert, die nach dem Abzug der Franzosen von den Preußen angelegt wurden. Ab 1887 wurde die Festung geschleift, dennoch finden sich im Norden der Innenstadt Wälle und Gräben der Festung. Die Wälle werden heute unter dem Namen Kasematte von der Gastromonie genutzt, während die wassergefüllten Gräben in die städtischen Grünanlagen integriert wurden. Auf der Vauban-Insel befinden sich heute die Denkmäler für Marschall Ney und dem Soldaten Lacroix. Die sogenannte Vauban-Kaserne von 1680 gilt als älteste ihrer Art.

* Vauban war am Um- und Ausbau von160 Festungsanlagen beteiligt, darunter in Landau, Bitche, Freiburg, Straßburg, Sélestat (Schlettstadt/Elsaß), Homburg

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Unseren herzlichsten Dank gilt den Wanderführern Fam. Schäker für die Planung, Organisation und Durchführung dieses Besuchstages.

Bericht: Edelgard Schäker, 2007

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