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Stauf - Rosenthaler Hof (29.07.2007)

Unser Wanderziel am 29. Juli 2007 war der Rosenthaler Hof in der Verbandsgemeinde Eisenberg im Donnersbergkreis. Mit 50 Teilnehmern aus Gimmeldingen und Neustadt fuhren wir mit dem Bus die Weinstraße entlang bis Asselheim und über Eisenberg hoch nach Stauf.

Von hier aus ging die Wanderung gemeinsam Über den Kühberg bis zum Kesseler Kreuz. Die Wandergruppe 1 begab sich nun auf eine Wegstrecke von ca. 16 km. Diese führte vom Kesseler Kreuz zur Arlessiedlung und nach Überquerung der K 78 einen Anstieg hinauf zur Kriegsberghütte. Nach einer guten Bewirtung mit zünftiger Pfälzer Kost ging es auf einem schmalen Pfad durch einen schönen Mischwald zum Göllheimer Häuschen. Hier war noch eine kurze Einkehr unumgänglich, ehe es weiterging zum Rosenthaler Hof.

Im Rosenthaler Hof war das Abschlusstreffen mit den Wanderern der Gruppe 2, welche vorher eine Wanderung von ca. 6 km unternommen hatten. Diese Wanderung führte über den Kühberg weiter auf einem bequemen Höhenweg zum Göllheimer Häuschen. Danach ging es nach einer guten und ausgedehnten Mittagsrast zum Rosenthaler Hof. Hier bestand die Möglichkeit das im 13. Jahrhundert erbaute Zisterzienserkloster St. Maria in Rosenthal zu besichtigen. Die restaurierte Klosterruine ist eines der hervorragenden gotischen Bauwerke der Pfalz - Zeuge einer längst vergangenen Zeit. Erwähnenswert ist auch noch der romantische Dorfweiher von Rosenthal.

Nach einem gemütlichen Beisammensein beider Wandergruppen im Landgasthof Rosenthaler Hof fuhren wir gegen 17,30 Uhr zurück.

-------------- Ende des Wanderberichtes -------------

einige Anmerkungen geschichtlicher Art von Edelgard Schäker:

Die Ritterschlacht bei Göllheim und das Kloster St. Maria Rosenthal

Fast auf den Tag genau 709 Jahre danach, wanderten wir auf geschichtsträchtigem Boden:

 

Die Ritterschlacht bei Göllheim beendete den Kampf zwischen Adolf von Nassau, der bei dieser Schlacht starb, und Albrecht I. von Österreich um die Königswürde des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Göllheim war daraufhin Sitz eines Amtes der Grafschaft Nassau-Weilburg. Nach der französischen Revolution stand es unter französischer Herrschaft. Aufgrund eines Beschlusses des Wiener Kongresses 1815 fiel es an den bayrischen Rheinkreis. Heute gehört es zum Donnersbergkreis.

König Adolf von Nassau, der 1298 in der Schlacht bei Göllheim fiel, war im Kloster St. Maria Rosenthal 11 Jahre zur Ruhe gebettet, bis er im Speyrer Dom beigesetzt werden konnte.

Das Kloster wurde 1241 vom Grafen Eberhard II. von Eberstein gegründet. Geweiht wurde die Kirche 1261. Das Kloster, in das vor allem Töchter aus dem Landadel eintraten, hatte viele Privilegien. So durften die Nonnen die Vorsteherin frei wählen und waren von jedem weltlichen Gericht und jeder geistlichen Besteuerung befreit. Weiterhin wurde das Kloster vom Landadel unterstützt und beschenkt. Es wurde im Bauernkrieg verwüstet und 1572 von Graf Phillip IV. von Nassau-Saarbrücken aufgelöst.

 

Gasthaus Göllheimer Häuschen

Das Göllheimer Häuschen ist eines der ältesten Wirtshäuser der Nordpfalz. Es war ursprünglich ein nassauisches Forsthaus, bis es gegen Ende des 18. Jahrhunderts an drei Familien verkauft wurde und zum Wirtshaus umgebaut worden ist. Es liegt an einer aus der Römerzeit stammenden Straße, die sehr belebt war, wodurch es sich zu einem gut gehenden Gasthaus entwickelte. Es ranken sich einige unheimliche Geschichten um das Wirtshaus. Schinderhannes soll seine Raubzüge bis hierher ausgedehnt haben und, ebenso wie der „Bubendieb“ Johann Martin Denzer, der Räuber aus dem Stumpfwald, der 1802 in Mainz enthauptet wurde, das Häuschen mit seiner Anwesenheit beehrt haben.

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Unseren herzlichsten Dank gilt den Familien K. Ludwig und E. Schwarztrauber für die Planung, Organisation und Durchführung dieser informativen Wanderung.

Bericht: Kurt Ludwig; Bilder: Uwe Rinka, Juli 2007

[zu den Bildern]

  

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